Licht für die Gesundheit
Schon immer regelt der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus unser Leben. Unser Organismus ist auf diesen 24-stündigen Rhythmus abgestimmt.
Täglich Tageslicht abzubekommen ist das A und O, um den Tag voller Energie zu beginnen, Stress zu beseitigen und abends einzuschlafen.
Der Tag-Nacht-Rhythmus
Der 24-stündige (zirkadiane) Rhythmus regelt nicht nur, wann wir schlafen und wann wir wach werden, sondern auch viele physiologische Rhythmen, zum Beispiel die Körpertemperatur oder die Hormonsekretion.
Der hauptsächliche Indikator für diesen Rhythmus ist das Licht. Die Dauer und Intensität des Lichts, dem wir ausgesetzt sind, gibt an welche Hormon wann und in welcher Menge abgegeben werden.
Zum Beispiel fördert Licht die Absonderung von Cortison, dem Stresshormon. Das heißt nicht, das Cortison zu Stress führt, sondern uns hilft, dass wir die alltäglichen Aufgaben nicht als Stress empfinden, sondern sie meistern können.
Hingegen behindert das Licht die Absonderung von Melatonin. Melatonin wird ausschließlich im Dunkeln, also nachts produziert und fördert den Schlaf.
Die Gefahr des Lichtmangels
Einige Arbeitsweisen erfordern es, dass wir entgegen dem natürlichen biologischen Rhythmus arbeiten. Dies ist vor allem bei Schicht- oder Nachtarbeit der Fall.
Andere Jobs erlauben uns nur wenig natürliches Tageslicht (z.B. in schlecht beleuchteten Büros, vor dem PC…). Tatsächlich ist elektrisches Licht 5 bis 20 Mal weniger stark als natürliches Licht, selbst an wolkenverhangenen Tagen.
Es kann also durch den Lichtmangel ein echtes Risiko für die Gesundheit entstehen. Müdigkeit und Energieverlust sind die harmlosesten Symptome. Schlimmer sind die entstehenden Schlafstörungen, da der Hormonhaushalt nicht mehr richtig geregelt wird.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, täglich so viel Licht abzubekommen wie möglich, um gesund zu bleiben.