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Lichttherapie bei saisonaler Depression

Die saisonale Depression

Die saisonale Depression wird auch SAD (seasonal affective disorder) oder Winterdepression
genannt.

Es handelt sich dabei um eine Form der depressiven Syndrome. Bei der saisonalen Depression leidet der Patient unter einer depressiven Episode, die im herbst oder Winter beginnt und im Frühjahr wieder verschwindet.

Um die Beschwerden als Winterdepression anzuerkennen, müssen mindestens zwei winterliche Episoden auftreten, ohne dass dazwischen eine andere Form der Depression auftritt.

Die Symptome

Die Symptome der saisonbedingten Depression sind die gleichen wie die jeder depressiven Episode: permanente Traurigkeit, Interesselosigkeit für alles und jeden, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Gewichtszu- oder -abnahme, Suizidgedanken…

Im Vergleich zu anderen Formen der Depression neigen saisonal depressive Menschen eher dazu zu viel zu schlafen und mehr zu essen. Sie haben vermehrt Appetit auf Süßes und nehmen im Winter zu.

Die saisonale Depression muss vom Winterblues unterschieden werden, den viele von uns zeitweise spüren. In diesem Fall hindern uns die leicht depressiven Symptome nicht daran, unseren alltäglichen Aktivitäten nachzugehen. Hingegen sind Menschen, die unter saisonaler Depression leiden, sehr stark in ihrem täglichen Leben, der Arbeit und der Beziehung zu Mitmenschen eingeschränkt.

Lichttherapie bei saisonaler Depression

Die Ursachen

Die genaue Ursache der saisonalen Depression ist nicht bekannt, aber man weiß, dass die Abnahme der Dauer und Stärke des Tageslichts im Herbst und Winter eine wichtige Rolle spielt.

Es hat sich ebenfalls herausgestellt, dass diese Krankheit hauptsächlich Frauen betrifft, und zwar in 75% der Fälle. Auch Kinder, hauptsächlich ab 10 Jahren, sind von der Winterdepression betroffen.

Oft treten im Zusammenhang mit der saisonalen Depression auch andere Störungen der Stimmung auf (nicht saisonabhängige Depression, bipolare Störung…). Aber auch bei anderen Familienmitgliedern können depressive Symptome auftreten.

Die Behandlung

Die Behandlung der saisonalen Depression, wie die jeder anderen Depression, besteht aus Antidepressiva und Psychotherapie, die in der Regel gute Erfolge haben.

Begleitend gibt es aber auch die Lichttherapie. Dabei lässt man sich täglich eine halbe bis 2 Stunden (je nach Stärke der Lampe) von einer Lichtdusche bescheinen. Diese gleicht den Lichtmangel aus, der als Ursache der saisonalen Depression angesehen wird.